„Wenn du eine richtig geile Produktidee hast, dann halt die Klappe, kündige und mach was eigenes.“

Das hat mir mein Bürokollege geraten als ich mein erstes Patent angemeldet habe. Das war noch während meiner Diplomarbeit und das Patent lief über die Uni.

Auch später in der Industrie habe ich diese Haltung immer wieder wahrgenommen. Aber wie erkennt man einer Idee an, ob sich ein eigenes Startup überhaupt lohnt?

Eine Startup-Idee muss ein USP vorweisen

In meinem Blogbeitrag „Wie du das USP unter den Ideen findest“ habe ich erklärt, dass ein USP aus einer WOW-Idee entsteht,

  1. die nur du verwirklichen kannst.
  2. für die der Kunde bereit ist zu zahlen.

Das muss auch für eine „Startup-Idee“ erfüllt sein. Denn, wenn deine Startup-Produkte kein starkes USP vorzuweisen haben, wirst du scheitern.

Woran du eine gute Produktidee mit Startup-Potenzial erkennst und wie du sie testest, erklärt die Startup-Coachin Caro Gattermann.

Eine Startup-Idee bewegt uns

Caro, woran erkennt man eine Idee mit Startup-Potenzial?

Zum einen erkennt man es selbst, wenn man dafür brennt! Wenn die Idee einen nicht loslässt. Wenn man nachts, beim Spazieren, beim Duschen, beim Kochen immer wieder darüber nachdenkt – und das über Wochen oder sogar Monate hinweg. Denn eines muss einem beim Gründen bewusst sein: Es braucht Kraft & Durchhaltevermögen! Die Bilder von Hipster-Startup-Gründern am Kicker mit Latte Macchiato in der Hand suggerieren ein falsches Bild: GründerInnen arbeiten sehr hart! Wenn man für seine Idee da nicht wirklich brennt, verlässt einen gegebenenfalls zu früh die Motivation.

Dennoch sollte deine Idee nicht nur von dir, sondern auch von deinen potenziellen Kunden erst validiert werden, bevor du alles auf eine Karte setzt! Dafür gibt es verschiedene Methoden. Bei Startups hat sich in den letzten Jahren die Lean Startup Methode bewährt. „Lean“ bedeutet „schlank“ – und auf die eigene Idee bezogen bedeutet das, erst einmal das kleinst mögliche Produkt deiner Idee mit deinen potenziellen Kunden zu testen. Dieses Minimal-Produkt nennt sich „Minimum Viable Product“ (kurz: MVP).

Ein Beispiel: Du hast die Idee, eine Blind Booking Plattform für Reisen zu launchen. Dein erstes MVP, mit dem du die Akzeptanz auf dem Markt testest, ist eine Website, die kurz das (geplante) Geschäftsmodell erklärt (schriftlich oder mit einem Video) und darunter ein Formular mit der Aufforderung „Registriere dich jetzt“ o.ä., wo Interessenten ihre E-Mail-Adresse hinterlassen können. Auf diese Weise hat z.B. Dropbox bereits 75.000 E-Mail-Adressen von potenziellen Kunden eingesammelt, bevor überhaupt eine einzige Zeile programmiert war. Die Gründer konnten sich nun sicher sein, dass ihre Idee auf dem Markt definitiv einen Bedarf deckt und die Idee großes Potenzial hat.

Checkliste – Produktidee mit Startup-Potenzial

  • Sie lässt mich sogar nach Monaten nicht los.
  • Mein Bauchgefühl sagt, dass ich ihr nachgehen und ggf. schützen sollte.
  • Sie bewegt mich. Ich stelle mir vor, wie sie ein Teil unserer Zukunft ist.
  • Ich brenne so sehr dafür, dass ich bereit bin hart daran zu arbeiten.
  • Ich kann meine Idee als Minimal-Produkt darstellen.
  • Ich kann das Minimal-Produkt schriftlich oder mit einem Video beschreiben.
  • Für mein Minimal-Produkt kann ich viele Interessenten gewinnen.

Tipp: Präsentiere deine Idee im Internet und gewinne Interessenten. So kannst du abschätzen, ob sich der Aufwand lohnt, deine Produktidee umzusetzen.


Carolin Gattermann hat in verschiedenen Unternehmen und Agenturen das PR- und Marketing-Handwerk gelernt, bevor es sie in die Startup-Szene verschlug. Rund 5 Jahre war sie bei NRWs größtem Startup Inkubator und Accelerator STARTPLATZ für die Unternehmenskommunikation verantwortlich. Als Co-Founder & Geschäftsführerin der moversXshakers UG hilft sie, Startup Ökosysteme aufzubauen und organisiert unter anderem die Startup SAFARI Düsseldorf. Zudem wendet sie ihr Fachwissen nicht nur für die eigene Kommunikation an, sondern gibt sie als Startup-Coach unter dem Namen “Bekannt ohne Budget” an Entrepreneure weiter.


Hier kannst du dir weitere Tipps aus meinem Blog holen:

Ich wünsche dir tolle Startup-Ideen.

Auf deine Happy Business Moves!

Kat

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>